20 Tipps für Ihren ersten Urlaub mit Baby

Ein Baby stellt die Welt auf den Kopf und gleichzeitig ist man mehr zu Hause, als einem lieb ist. Das Letzte, woran man denkt, ist ein Urlaub. Trotzdem wäre das insgeheim doch ganz schön ... So fahren Sie in den Urlaub, stressfrei!

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Arbeit. Ja, das klingt schön, aber wie geht das? Manche Mütter sagen, sie müssten den ganzen Hausrat mitnehmen, wenn sie mit ihrem Kind nur in den Park gehen. Stimmt! Aber das hat auch einen Vorteil: Es ist kein Unterschied, ob Sie für einen Tag oder eine Woche das Haus verlassen.

  • Überlegen Sie gut, was Sie wirklich benötigen und was nicht (siehe Checkliste). Oft ist ein Babybett verfügbar und sind praktische Babyservice-Pakete mit Wickelunterlage, Laufstall, Wippe und Badewanne erhältlich.
  • Nichts vergessen? Drucken Sie sich unsere Urlaubs-Checkliste aus.
  • Überprüfen Sie vor der Abreise die Reichweite Ihres Babyfons. Oder laden Sie dafür eine App herunter. Eine gute Verbindung mit dem Zimmer Ihres schlafenden Herzchens steigert garantiert die Urlaubsfreuden.
  • Überlegen Sie beim Buchen gut, was Ihre Bedürfnisse sind. Schläft Ihr Baby zu Hause bereits in einem eigenen Zimmer? Dann seien Sie sich bewusst, dass es wieder in Ihrem Zimmer schlafen muss, wenn Sie ein Appartement mit zwei Zimmern buchen. Möchten Sie wirklich neue Energie tanken? Dann suchen Sie nach einem größeren Haus.
An alles gedacht? Mit unserer Urlaubs-Checkliste vergessen Sie nichts.
An alles gedacht? Mit unserer Urlaubs-Checkliste vergessen Sie nichts.


Was ist mit Ruhe, Sauberkeit und Regelmäßigkeit?

Haben Sie Angst, dass es zu unruhig für Ihr Kind ist? Oder schläft Ihr Baby gerade durch und trauen Sie sich nicht, etwas an seinem Schlafrhythmus zu verändern? Kinder sind flexibler, als man denkt. Mit diesen Tipps hat Ihr Baby einen genauso schönen Urlaub wie Sie:

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie im Urlaub dieselben Einschlafrituale haben wie zu Hause. Nehmen Sie vertraute Dinge wie Babys Schlafsack, sein Kuscheltier oder ein Lämpchen mit. Babyschlafexpertin Stephanie Lampe: „Dass Ihr Baby mittags oder abends etwas später zu Bett geht als normalerweise, ist nicht so schlimm. Ein Baby gewöhnt sich innerhalb weniger Tage an einen neuen Rhythmus. Wenn Sie wieder zu Hause sind, gelangt es also schnell wieder in den alten Rhythmus.“
  • Dennoch ist aber darauf zu achten, dass Ihr Baby nicht zu lange am Stück wach ist. Stephanie Lampe: „Für ein Baby ab 8 Monaten wende ich immer die 2-3-4-Regel an. Morgens 2 Stunden wach, dann schlafen, dann 3 Stunden wach und schlafen, dann 4 Stunden wach und wieder schlafen. Bei einem 1,5 Jahre alten Kleinkind gilt: 5 Stunden wach, schlafen, 5 Stunden wach.“
  • Passen Sie sich an den Schlafrhythmus Ihres Babys an. Laufen Sie nicht durch eine hektische Einkaufsstraße, wenn das Baby eigentlich schlafen sollte, sondern suchen Sie einen ruhigen Ort oder gehen Sie zurück in Ihr Haus.
  • „Aber“, so betont Elisabeth Teeling, Autorin des Buches „Relax Mama!“, „nehmen Sie das Thema Ruhe, Sauberkeit und Regelmäßigkeit nicht zu streng. Es ist wirklich nicht schlimm, wenn man einmal eine Windel auf einer Wiese statt auf einer Kommode wechseln muss, Sie einmal etwas länger mit einem Gläschen den Sonnenuntergang genießen und das Baby eine halbe Stunde später zu Bett geht oder wenn Sie den Schnuller morgen auskochen statt sofort.“
Schlafen kann Ihr Neugeborenes auch, während Sie durch einen ruhigen Wald wandern, herrlich!
Schlafen kann Ihr Neugeborenes auch, während Sie durch einen ruhigen Wald wandern, herrlich!


Es wird anders sein

Ein Urlaub mit einem Baby ist wirklich anders. Um Ihren Urlaub genießen zu können, ist es sehr wichtig, dass Sie vorab Ihre Ansprüche herunterschrauben.

  • Also: keine großen Erwartungen. Mütter-Anleiterin Barbara Benet dazu: „Liest man gerade ein Buch, wird das Kind wach. Will man duschen, will es essen. Es läuft immer anders, als man denkt. Versuchen Sie, flexibel zu sein, und erkennen Sie diese neue Situation an.“
  • Es ist ganz natürlich, dass Sie manchmal Ihr altes Leben vermissen werden und sich ärgern, dass Sie Ihre Freiheit verloren haben. Reden Sie darüber mit Ihrem Partner. Sprechen Sie dieses Fehlen an, lachen Sie darüber, träumen Sie gemeinsam von der Zukunft, aber achten Sie darauf, dass sie nicht zu deprimiert werden.
  • Ein Urlaub mit einem Baby ist ein Freibrief für einen gemütlichen Urlaub. Elisabeth Teeling: „Sie müssen nicht nachts im Klub abfeiern, Sie haben eine perfekte Entschuldigung, die Touristenausflüge auszulassen, und Sie können den ganzen Tag am Wasser faulenzen. Das ist richtig entspannend!“
     

Machen Sie es sich leicht

Sehr viele Sachen, die man mitnimmt, sind oft multifunktionaler, als man denkt.

  • Eine Mullwindel eignet sich sehr gut als Lätzchen und die große Variante ist ein toller Sonnenschirm. Und der Vorratsbehälter für Flaschennahrung? Der ist ein sehr schönes Spielzeug für die Kleinsten. Eine Pyjamajacke kann man auch einmal als Pulli anziehen.
  • Das Babybett kann man auch als Laufstall verwenden. Und bei schönem Wetter stellt man es einfach ins Freie. In den Schatten.
  • Achten Sie darauf, dass immer eine Packung Feuchttücher in Reichweite liegt. Im Handschuhfach, in Ihrer Handtasche, unten im Buggy, neben dem Bett, im Badezimmer. Das ist immer nützlich. Immer.
  • Ist die Windel ausgelaufen? Mit Shampoo lassen sich die meisten Flecken sehr gut entfernen. Ein Haus ohne Badewanne? Kein Problem. Das Waschbecken kann auch sehr gut als Babybadewanne dienen.
Wichtig für einen sorgenfreien Urlaub: Werfen Sie Schuldgefühle über Bord.
Wichtig für einen sorgenfreien Urlaub: Werfen Sie Schuldgefühle über Bord.


Zeit für mich

Schritt Nummer eins für einen sorgenfreien Urlaub: Werfen Sie Ihre Schuldgefühle über Bord. Sie haben diesen Urlaub mehr als verdient. Wer hat gerade ein Kind geboren? Wer muss drei Mal pro Nacht aufstehen zum Füttern? Eben. Mit diesen Tipps haben Sie auch noch Zeit für sich:

  • Vergessen Sie den Gedanken, dass Sie alles die ganze Zeit nur zusammen machen müssen. Natürlich, ein Neugeborenes ist lebensverändernd, und ein erster Urlaub als junge Familie ist sehr kuschelig, aber es ist auch angenehm, wenn Ihr Mann einmal mit dem Kind spazieren geht und Sie eine Stunde für sich haben.
  • Nehmen Sie Ihre Mutter oder eine Freundin mit: Dann können Sie endlich mal wieder bummeln gehen, ein Eis essen oder eine Stunde lang Bahnen im Aqua Mundo ziehen. Mütter-Anleiterin Barbara Benet: „Lesen Sie Ihre Zeitschrift von vorne bis hinten und ziehen Sie zwanzig Bahnen, wenn Sie das wollen. Sie werden schon genug unterbrochen von Ihrem Kind. Etwas für sich selbst ganz zu Ende bringen ist viel schöner, als es nur halb zu machen.“
  • Was hat Ihnen Spaß gemacht, bevor Sie ein Kind hatten? Barbara Benet: „Versuchen Sie, diese Dinge, die Ihnen Energie geben, wieder ganz genau in den Fokus zu nehmen. Und dann machen Sie diese Dinge auch, und vereinbaren Sie dies mit den Personen, mit denen Sie wegfahren.
Füttern und Wickeln gehen auch im Urlaub weiter, aber schon alleine die andere Umgebung kann befreiend sein.
Füttern und Wickeln gehen auch im Urlaub weiter, aber schon alleine die andere Umgebung kann befreiend sein.


Nebensaison!

Sie haben Elternzeit: drei Monate frei! Der ultimative Zeitpunkt, einmal in der Nebensaison, zu einem Spottpreis, zu verreisen. Muss der Göttergatte arbeiten? Dann scheuen Sie nicht davor zurück, Ihre Mutter, Schwester oder Freundin mitzunehmen. Sie können Ihnen auch noch beim Füttern und Wickeln helfen. Das ist doch großartig!

  • Können Sie sich nicht mehr an den Tag erinnern, an dem Sie ein ordentliches Frühstück oder ein gesundes Mittagessen gegessen haben? Wie anders ist das im Urlaub! Da wird das einfach für Sie zubereitet. Und duschen Sie auch erst mittags, weil Sie früher wirklich keine Zeit finden? Im Urlaub ist das ganz normal.
  • Barbara Benet erklärt, warum es eine gute Idee ist, einmal wegzufahren: „Einmal den Alltagstrott von Füttern und Wickeln hinter sich zu lassen, das kann wirklich befreiend sein. Es geht natürlich auch im Urlaub weiter, aber die Umgebung ist eine andere. Sie werden sehen, dass Ihnen das wieder neue Energie bringt.“


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